Zwischen Begegnung und Unschärfe – Vernissage mit Katja Zander
Mit der Vernissage von Katja Zander ist gestern in der AACHENER EINS EINS 4 die neunte Ausstellung in dem Raum eröffnet worden. Der Abend machte deutlich, wie eng Fotografie, Erinnerung und Malerei in Zanders Arbeiten miteinander verbunden sind.
Ausgangspunkt ihrer Bilder sind fotografische Momentaufnahmen von Menschen und Situationen, die sie im Alltag festhält. Aus bis zu 300 bewusst unscharfen Fotografien entstehen neue Bildkonstellationen, die sie anschließend in Ölmalerei übersetzt. Personen aus unterschiedlichen Orten treffen so in einem gemeinsamen Bildraum aufeinander. Zander arbeitet dabei meist parallel an mehreren Leinwänden, zwischen deren Farbschichten immer wieder Zeit zum Trocknen bleibt.
Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Figuration und Abstraktion. Figuren erscheinen als Beziehungen im Raum, lösen sich in Farbbewegungen auf und verdichten sich wieder. Unschärfe wird zur Bildsprache, die Wahrnehmung wichtiger macht als Eindeutigkeit.
Zum Abschluss des Abends lud das Kuratorinnen-Duo deep blue die Gäste ein, selbst mit verwischten Fotografien zu experimentieren und den Blick für flüchtige Begegnungen zu schärfen.
Wir bedanken uns bei Katja Zander und allen Gästen für einen gelungenen Auftakt der Ausstellungssaison.